MÖBELMEILE und Interior Days setzen auf die gemeinsame Stärke
Zwei Gemeinschaften, eine gemeinsame Herkunft
Eine gemeinsame Kennenlernrunde, die Präsentation der aktuellen MÖBELMEILE-Kampagne und ein BBQ-Buffet in geselliger Atmosphäre standen am Abend des 7. Juli auf dem Programm. Schnell kamen die 30 Gäste ins Gespräch. Dabei wurde deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten beide Gemeinschaften verbinden. Beide eint das mittelständische Unternehmertum, die Leidenschaft für das Kulturgut Möbel und die Präzision in Handwerk und Produktion. Viele der Unternehmen werden familiengeführt und sind tief in der Region Ostwestfalen verwurzelt.
Die MÖBELMEILE feierte im vergangenen Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum und hat sich als Marketing- und Unternehmergemeinschaft fest etabliert, darunter sind sowohl Leistungsträger der deutschen Möbelindustrie wie Musterring, RMW, 3C oder Venjakob als auch Spezialisten wie Lonsberg. Aktuell gehören ihr 14 Marken in acht Showrooms an.
Die Interior Days sind eine Interessengemeinschaft im gehobenen und Premiumsegment. Sie entstanden 2021 aus dem Impuls heraus, auch den Exklusivvermarktern eine gemeinsame Plattform im Herbst zu geben und den Handel in die Region einzuladen. Zu den beteiligten Unternehmen gehören unter anderem COR, KFF, Möller Design oder die Bielefelder Werkstätten. Der Showroom von Werther – Die Möbelmanufaktur hat sich während der Herbstmessewoche inzwischen zu einem Mehrmarken-Showroom entwickelt. Darüber hinaus gehört auch Schloss Bosfeld als Veranstaltungsort mehrerer Marken zu den Interior Days. In diesem Herbst beteiligen sich somit insgesamt 31 Marken an der Initiative.
Leo Lübke, Geschäftsführer von COR, sagte stellvertretend für die Interessengemeinschaft der Interior Days: „Es beeindruckt uns sehr, was die MÖBELMEILE über Jahrzehnte geschaffen hat und wie viel Kompetenz und Vielfalt unter ihrem Dach vereint ist. Wir sehen im gemeinsamen Austausch und in einer konzertierten Ansprache des Handels noch viel Potenzial. Schließlich stehen MÖBELMEILE und Interior Days gemeinsam für die Kraft von 44 Marken in 19 Showrooms. Ein solches Angebot gibt es in keiner anderen Region Deutschlands, wenn überhaupt in Europa.“
Gemeinsame Wurzeln in Wiedenbrück
Als historisches Vorbild für dieses starke Möbel-Cluster lässt sich durchaus die Wiedenbrücker Schule sehen. Sie entwickelte sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf der Grundlage von Arbeitsteilung und Spezialisierung zu einer kunsthandwerklichen Bewegung in der sakralen Bildhauerei, Holzschnitzerei, Malerei und Altarausstattung, die bis heute europaweit in Kirchen zu finden sind. Mit ihrer Verbindung aus handwerklicher Perfektion und künstlerischem Anspruch prägten die etwa 30 Betriebe die Wiedenbrücker Schule den Ruf der Region als Zentrum hochwertiger Möbel- und Holzverarbeitung nachhaltig. Aus diesem Vorläufer entwickelte sich später die starke ostwestfälische Möbelindustrie. Eine Entwicklung, die zeigt, dass das über Generationen gewachsene Know-how der Region trotz stetigen Strukturwandels immer wieder den Ausgangspunkt für neue Geschäftsmodelle bildete. Diese Fähigkeit zur Erneuerung macht Ostwestfalen bis heute zu einer außergewöhnlich resilienten Möbelregion. Die MÖBELMEILE greift diese Tradition mit ihrem Leitmotiv „Menschen – Business – Tradition“ bewusst auf.
„In der MÖBELMEILE bündeln wir Budgets, entwickeln gemeinsame Marketingmaßnahmen und sprechen den Handel mit einer Stimme an, um möglichst viele Besucher in die Region zu holen“, sagt Rudolf Eikenkötter, Geschäftsführer von RMW. „Mindestens genauso wichtig ist heute aber der Austausch untereinander – darüber, wie wir den Markt sehen und welche Schlüsse wir daraus gemeinsam ziehen können.“
Austausch soll fortgesetzt werden
Der Dialog zwischen beiden Gemeinschaften soll in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt werden – auch vor dem Hintergrund, dass die Grenzen zwischen Mittel- und Premiumsegment im Handel heute fließender verlaufen. „Deshalb können wir nur voneinander profitieren, wenn wir noch mehr Interesse für die Einrichtungsvielfalt in unserer Region wecken“, sagt Lea Oberwelland, Geschäftsführerin von Werther – Die Möbelmanufaktur, stellvertretend für die Interior Days.
Michael Laukötter, Geschäftsführer der MÖBELMEILE, ergänzt: „Dass Bewegung in den Austausch und die gemeinsame Sache über unterschiedliche Marktsegmente hinweggekommen ist, ist ein sehr positives Signal – für die beteiligten Unternehmen, für die Region und für den gesamten Möbelhandel.“
Die MÖBELMEILE und die Interior Days finden vom 20. bis 24. September 2026 statt. Während sich die MÖBELMEILE mit kurzen Wegen auf den Raum Delbrück, Rietberg und Rheda-Wiedenbrück konzentriert, erstrecken sich die Interior Days von Werther bis Detmold sowie von Bielefeld bis Lippstadt. Gemeinsam präsentieren 44 Marken ihre Kollektionen in 19 Showrooms. Am 27. September 2026 lädt die MÖBELMEILE zudem zum Tag der offenen Tür ein, an dem auch Endverbraucher die Ausstellungen besuchen können.
