August 2026

„Schwierige Zeiten sind oft ein Anstoß, mutig zu sein.“

„Wir machen Mut und Möbel.“ So lautet das übergreifende MÖBELMEILE-Motto in diesem Jahr. Aber was bedeutet Mut für die einzelnen Unternehmen und Menschen, die unsere Branche gestalten? Frank Bäumer, Geschäftsführer Vertrieb/Marketing bei Venjakob, spricht über Zuversicht, Investitionen und den Anstoß, gerade in schwierigen Zeiten anders zu denken.

Ist Mut ein Begriff, der für unsere Branche gerade besonders wichtig ist?

Wichtiger denn je. Mut gehört dazu, ein Unternehmen zu führen, Entscheidungen zu treffen und Innovationen voranzutreiben. Gerade in der aktuellen Zeit ist das besonders wichtig, weil wir mit sehr vielfältigen und komplexen Herausforderungen konfrontiert sind.

Wofür braucht unsere Branche aktuell am meisten Mut?

Vor allem dafür, diese schwierige Phase zu überstehen. Niemand weiß genau, wie sich die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen entwickeln und wann die Konsumzurückhaltung endet. Die Krise ist da – nicht, weil kein Geld vorhanden wäre, sondern weil die Menschen aufgrund der Kriege und der allgemeinen Unsicherheit zurückhaltender geworden sind. Ich bin aber überzeugt, dass sich diese Konsumlücke wieder schließen wird. Bis dahin müssen wir positiv bleiben und die richtigen Entscheidungen treffen.

Was bedeutet Mut für dich persönlich?

Mut heißt für mich, positiv nach vorne zu schauen, nicht zu skeptisch zu sein und in die Zukunft zu investieren.

Was macht dich trotz der genannten Herausforderungen zuversichtlich?

Dass wir als Unternehmen sehr innovativ sind und immer wieder versuchen, den nächsten Schritt zu gehen – mit neuen Modellen, neuen Produkten und neuen Techniken. Dazu kommen viele kleine Stellschrauben, die ineinandergreifen und uns voranbringen. Das macht mich zuversichtlich.

Wie zeigt sich Mut konkret bei euch im Unternehmen?

Indem wir fortschrittlich bleiben und investieren – beispielsweise in die Optimierung unserer Produktionsprozesse. Gerade in einer schwierigen Zeit braucht es Mut, Geld in die Hand zu nehmen und die Zukunft aktiv zu gestalten.

Siehst du in einer schwierigen Marktphase auch Chancen?

Absolut. Schwierige Zeiten sind oft ein Anstoß, mutig zu sein. Sie zwingen uns, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, Defizite zu erkennen und abzustellen, Dinge anders zu denken und Innovationen voranzutreiben. Aus solchen Phasen kann man gestärkt hervorgehen – und wir wollen zu den Gewinnern dazugehören.

Warum ist es gerade jetzt wichtig, eine Messe wie die MÖBELMEILE zu veranstalten?

Eine Messe ist immer auch ein Leistungsspiegel der Industrie. Wir müssen zeigen, was wir können, Innovationen voranbringen und Trends setzen. Gerade mit Blick auf die Produktentwicklungen aus Fernost müssen wir selbst Trendsetter sein. Deshalb ist die MÖBELMEILE für unser Unternehmen heute eine der wichtigsten Messen überhaupt. Das war in der Vergangenheit einmal anders, als andere Veranstaltungen stärker im Fokus standen. Inzwischen ist die MÖBELMEILE für mich zu einem Aushängeschild der deutschen Möbelindustrie geworden.

Was bedeutet „Wir machen Mut und Möbel“ für dich?

Darin steckt für mich auch der Anspruch, gemeinsam daran zu arbeiten, die Handelspartner nach Ostwestfalen zu holen und die MÖBELMEILE kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dafür braucht es Einsatz, Mut und vor allem den Zusammenhalt der Mitglieder.

Was dürfen die Besucher in diesem Jahr von euch erwarten?

Wir sind noch in den finalen Zügen, deshalb möchte ich noch nicht zu viel verraten. Aber eines steht fest: Wir werden wieder einen innovativen Schritt nach vorne machen – mit neuen Produkten, neuen Techniken und der Qualität in der Produktentwicklung, die man von uns kennt.

Zum Abschluss: Ein Appell, den du der Branche mitgeben möchtest?

Anders denken.

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