August 2026

„Vertrauen ist für mich die stillste Form von Mut.”

Carl-Christoph Held, Geschäftsführer der 3C Gruppe, spricht im MÖBELMEILE-Interview im Rahmen der Kampagne „Wir machen Mut und Möbel“ über Zuversicht, strategische Partnerschaften und darüber, warum die Möbelbranche gerade jetzt den Mut zum Handeln braucht.

Carl-Christoph, was hast du gedacht, als du das Motto „Wir machen Mut und Möbel“ zum ersten Mal gesehen hast?

Ich war sofort sehr angetan davon. Gerade in der heutigen Zeit gehört Mut aus meiner Sicht ganz klar zu unserer Branche. Das Motto ist sehr pointiert, regt zum Nachdenken an und bringt genau das auf den Punkt, was wir aktuell brauchen.

Wann musstest du zuletzt beruflich besonders mutig sein?

In meinem aktuellen Unternehmen bin ich noch nicht so lange, deshalb musste ich dort bislang noch keine besonders weitreichenden Entscheidungen treffen. In früheren Positionen war das anders.

Seit 2006 begleiten mich drei Bilder in meinem Büro: Auf ihnen stehen die Worte Mut, Entscheidung und Erfolg. Dieser Dreiklang hat mich über viele Jahre geprägt. Wenn Mitarbeitende mich gefragt haben, wie sie in schwierigen Situationen entscheiden sollen, habe ich oft einfach auf diese drei Begriffe verwiesen. Denn ich bin überzeugt: Mut führt zu Entscheidungen – und Entscheidungen sind die Voraussetzung für Erfolg.

Was bedeutet Mut für dich persönlich?

Vertrauen ist für mich die stillste Form von Mut.

Meine Frau und ich haben drei Kinder, und ich habe gelernt, wie wichtig es ist, Menschen Vertrauen zu schenken – im Beruf genauso wie privat. Vertrauen bedeutet oft, jemanden auf seinem Weg zu begleiten, ohne alles kontrollieren zu wollen. Dafür braucht es Mut, auch wenn dieser nach außen gar nicht sichtbar ist. Dieses Vertrauen zu schenken, ist für mich zu einer Art Lebensmotto geworden.

Wofür braucht unsere Branche aktuell am meisten Mut?

Vor allem dafür, nicht zu verzagen, sondern ins Handeln zu kommen. Wir stellen nach wie vor großartige Produkte her, die für die Menschen eine hohe gesellschaftliche Relevanz haben. Zuhause anzukommen, Geborgenheit und Halt zu finden – genau dafür stehen unsere Möbel.

Deshalb sollten wir nicht in Selbstmitleid verfallen, sondern selbstbestimmt handeln. Gleichzeitig brauchen wir den Mut, stärker in strategischen Partnerschaften zu denken. Wir sollten darauf vertrauen, gemeinsam mehr erreichen zu können – sowohl innerhalb der Branche als auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Was gibt dir trotz der aktuellen Rahmenbedingungen Zuversicht?

Ich versuche, die Komplexität der Welt nicht ständig mitzudenken, sondern mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Lösungen suchen, entsteht Zuversicht. Ich bin überzeugt, dass wir viele Herausforderungen gemeinsam meistern können.

Wo siehst du aktuell die größten Chancen für die Möbelbranche?

Unsere Chance liegt darin, mit guten Konzepten und starken Produkten zu überzeugen. Das Thema Zuhause gewinnt gerade in unsicheren Zeiten enorm an Bedeutung. Menschen suchen Entschleunigung, Orientierung und Halt – und genau das können unsere Produkte vermitteln. Das stimmt mich optimistisch, dass sich unsere Branche wieder positiv entwickeln wird.

Warum ist es gerade jetzt wichtig, eine Messe wie die MÖBELMEILE zu veranstalten?

Die MÖBELMEILE lebt Gemeinschaft. Sichtbar zu sein, sich nicht zu verstecken, gute Ideen zu präsentieren und Menschen persönlich zu begegnen – all das macht eine Messe gerade heute so wichtig. Der direkte Austausch ist durch nichts zu ersetzen.

Was dürfen Besucherinnen und Besucher bei euch erwarten?

Spannende Produkte, viele inspirierende Lösungen und interessante Ansätze für den Mittelstand. Uns geht es nicht nur um einzelne Möbelstücke, sondern darum zu zeigen, wie sich ganzheitliche Einrichtungskonzepte erfolgreich umsetzen lassen. Und natürlich freuen wir uns darauf, unsere Gäste in einer angenehmen Atmosphäre und mit guter Gastfreundschaft willkommen zu heißen.

Zum Schluss ein Zitat von Theodore Roosevelt: „Tu, was du kannst, mit dem, was du hast, dort, wo du bist.“ Was bedeutet dieser Satz für dich?

Für mich beschreibt dieser Satz selbstbestimmtes Handeln. Es geht darum, ins Tun zu kommen und nicht darauf zu warten, dass alle Rahmenbedingungen perfekt sind. Solche Gedanken motivieren mich. Sie regen zum Nachdenken an und setzen etwas in Bewegung – genau das brauchen wir auch heute.

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